Browsing Category

Film ABC

Alles koscher!

Mahmud Nasir (überragend: Omid Djalili macht alle Schwächen des Films von der hanebüchenen Story bis zur klamottigen Umsetzung ganz allein wieder wett) ist nicht gerade das, was man sich unter einem gläubigen Muslim vorstellt. Der mittelständische Mini-Car-Unternehmer führt mit seiner Familie ein einfaches, aber offenbar sehr glückliches Leben im Londoner

A Most Wanted Man

Er war der beste Charakterdarsteller, den ich mir vorstellen kann, und wenn man sich nur die kleineren Rollen anschaut, die er verkörpert hat, dann lassen diese schon die Klasse für sich erkennen, in der er, verglichen mit seinen Zeitgenossen, agierte. Seine Stärke war es, in einer Rolle vollkommen aufzugehen, ebenso

Aguirre, der Zorn Gottes

Peru im 16. Jahrhundert. Einige Jahrzehnte nach der Zerstörung des Inka-Reiches sucht eine Gruppe spanischer Eroberer um Don Pedro de Usua (Ruy Guerra) am Urubamba-Fluß, einem breiten peruanischen Strom, nach dem sagenhaften Goldland „El Dorado“. Dabei handelt es sich keineswegs um Archäologen oder andere interessierte Wissenschaftler, sondern um einen bunt

Anything Else

Jerry Falk („American Pie“-Teenie-Star Jason Biggs) würde viel lieber im stillen Kämmerlein sitzen und an einem großen Roman im Stile des „alten Europäers“ Franz Kafka schreiben. Doch von irgendwas muß er schließlich leben, und so verdingt er sich als (mindestens) zweitklassiger Gagschreiber für (sicherlich) drittklassige Broadway-Komiker. Sein Manager Harvey (der

Auf der Suche

Ausgangspunkt war der Bericht eines Freundes: Die Mutter eines ehemaligen Mitbewohners hatte ihn angerufen. Sie hat versucht, von ihm etwas über ihren Sohn zu erfahren, zu dem sie den Kontakt verloren hatte. Ein überraschender Moment – beide hatten eigentlich nichts miteinander zu tun, aber die Mutter wusste sich einfach keinen

Amarcord

„Mein Film ist das Porträt einer Provinz, einer Zeit, in der das Gefühl des Unbehagens und der Angst dominierten.“ Federico Fellini Der norditalienische Badeort Rimini in den Dreißiger Jahren. Kleinstadtalltag unter Benito Mussolinis Regime. Der pubertierende Titta (Bruno Zanin) und seine aus pickligen Schuljungen bestehende Clique bringen mit deftigen Spitznamen

Angst essen Seele auf

In einer Münchner Ausländerkneipe (Barbara Valentin als Wirtin Barbara), in die sie vor dem Regen geflohen ist, lernt die sechzigjährige Witwe Emmi Kurowski (Brigitte Mira), die als Putzfrau arbeitet, einen mindestens zwanzig Jahre jüngeren Marokkaner kennen: Ali (Ed Hedi ben Salem). Ali tanzt mit Emmi, sie reden miteinander, er begleitet

Asterix im Land der Götter

Wir haben das Album als Ausgangspunkt genommen und die Figuren weiter entwickelt. Unser Universum ist weiter gespannt, es ist reichhaltiger und auch realistischer. Für den Wald zum Beispiel, der das gallische Dorf umgibt, haben wir uns eine idealisierte Version des sagenumwobenen Waldes von Brocéliande in der Bretagne gewünscht. Ein Wald,

Allein

Die junge Studentin Maria (Lavinia Wilson) führt ein Leben, das geprägt ist durch die Sucht nach Nähe, durch Exzesse mit Sex, Tabletten und Alkohol. Ihr größter Feind ist das Alleinsein, das sie in der Affäre mit Wolfgang (Richy Müller) und zahlreichen One-Night-Stands zu bekämpfen sucht. Maria ist „borderline“, hat ein

Anatomie

Der 1961 in Wien geborene Stefan Ruzowitzky, hierzulande vor allem seit seinem grandiosen Heimat-Epos „Die Siebtelbauern“ ein Begriff, hat mit „Anatomie“ vor der altdeutschen Kulisse Heidelbergs einen professionellen Genrefilm gedreht, dessen Horror in Zeiten der durch die Lande tourenden „Körperwelten“-Ausstellung etwas aufgesetzt wirkte und der noch viel zu sehr nach