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Film ABC

Alle meine Maedchen

Ralf Päschke (Andrzej Pieczynski) ist gerade dabei, in seinem Büro an der Potsdamer Filmhochschule „Konrad Wolf“ ein Chaplin-Porträt neben Bildern bekannter Defa-Stars zu hängen, als der Regiestudent einen besonderen Auftrag erhält: Er soll einen Dokumentarfilm über eine Frauenbrigade im Berliner Kombinat „Rosa Luxemburg“, besser bekannt unter VEB Glühlampenwerk Narva, drehen.

Ausgerechnet Sibirien

Ein Matthias Bleuel, der in den Lauf der Dinge eingriff, trat ja nur in Erscheinung, wenn er sich damit in etwas hineinreiten konnte, und nicht, wenn es galt, sich Unannehmlichkeiten vom Hals zu schaffen. Sibirien. Sechs, sieben Wochen noch, und er würde steif und mit nervösem Gedärm irgendwo tief in

Amerika

Sophie von Kessel spielt Lillian Feuerbach, eine junge, attraktive Frau, die endlich einmal aus dem Schatten ihres Vaters (Ezard Haußmann) heraustreten und selbständig werden will. Eine gute Gelegenheit dazu bietet sich, als sie einen allerdings ziemlich heruntergekommenen Gasthof in „Amerika“ erbt. Um dorthin zu gelangen, ist freilich keine Reise über

Alle sagen I Love You

Bob (Alan Alda) und Steffi (Goldie Hawn) leben zusammen mit ihren fünf Kindern aus zwei Ehen, einem senilen Großvater und der deutschen Haushälterin Frieda, „die wahrscheinlich schon Hitlers Dienstmädchen war“, in bester Park-Avenue-Lage in New York. Es geht ihnen gut, sie geben sich liberal und engagieren sich für wohltätige Zwecke,

A Tickle In The Heart

Musik ist ‚was für faule Leute wie uns. Man übt ein bißchen, hängt mit Freunden herum und spielt, hat eine tolle Zeit, wird ausgezeichnet bewirtet und prima bezahlt, und dann geht man nach Hause. Dieses Leben ist einfach nicht zu schlagen. Willy Epstein Der auf der Berlinale 1996 uraufgeführte Dokumentarfilm „A

Allein unter Frauen

Tom Blattner (Thomas Heinze) macht in der Schadensabteilung einer Frankfurter Versicherung seinen Job am Computer eher lustlos, dafür aber ist er als Experte an der PC-Mouse für manchen Herrenspaß zu haben. Bei einem dieser Macho-Sex-Computerspiele während der Dienstzeit in einem Mainhatten-Wohnhaus wird er von der Chefin überrascht – und kurzerhand

Auf der anderen Seite

„Yeters Tod“. Hansestadt Bremen. Rund um den „Roland“ vor dem Rathaus werden rote Fahnen geschwenkt bei einer Demonstration. Für oder gegen was, wird nicht recht deutlich, geht es um die Freiheit Kurdistans? Als der pensionierte Witwer Ali Aksu (Tuncel Kurtiz) der ebenfalls türkischstämmigen Prostituierten Yeter Öztürk (Nursel Köse) begegnet, glaubt

Andrej Rubljow

Mich interessierte (…) das Wesen des poetischen Talents dieses großen russischen Malers. (…) Der Film sollte davon erzählen, wie in einer Epoche des Brudermordes und des Tartarenjochs eine nationale Sehnsucht nach Brüderlichkeit aufkam, die die geniale „Dreifaltigkeit“ Andrej Rubljows, d.h. das Ideal der Brüderlichkeit, der Liebe und des versöhnenden Glaubens,

Abschied vom Frieden

Prag im Jahre 1913. Die Familie des Zeitungsverlegers Alexander Reither ist traditionsgemäß zum Neujahrsessen am elterlichen Tisch vereint. So beginnt eine der aufwendigsten Produktionen des DDR-Fernsehens, der in den Babelsberger Defa-Studios sowie in mehreren Schlössern der Tschechoslowakei gedrehte Dreiteiler „Abschied vom Frieden“, der am Beispiel einer großbürgerlichen Familie den Zerfall

Automärchen

„Automärchen oder Autopanne?“ titelte die (Ost-) „Berliner Zeitung“ am 18. Juni 1983, nachdem Erwin Strankas märchenhafte Komödie nach den gleichnamigen Erzählungen von Jiri Marek zwei Tage zuvor im „International“ an der Karl-Marx-Allee Premiere gefeiert hatte. „Märchen dürfen alles“ war die Rezension wenig später im „Filmspiegel“ überschrieben – trefflich formuliert, wenn