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Bühnen

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Im Westen nichts Neues

Ich bin jung, ich bin zwanzig Jahre alt, aber ich kenne vom Leben nichts anderes als die Verzweiflung, den Tod, die Angst und die Verkettung sinnlosester Oberflächlichkeit mit einem Abgrund des Leidens. Ich sehe, daß Völker gegeneinandergetrieben werden und sich schweigend, unwissend, töricht, gehorsam, unschuldig töten. Ich sehe, daß die

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Eine Sommernacht

Turbulentes Regiedebüt mit zwei Klasse-Schauspielern: Carla Niewöhner inszeniert mit Kinga Prytula und Henrik Schubert das schottische Well-Made-Play „Eine Sommernacht“ im Bochumer Theater Unten. Foto: Diana Küster Mitsommernacht in einer Bar (modisch-kühle Ausstattung: Mara Henni Klimek) in Edinburgh: Bob (Henrik Schubert) wartet bei einer Flasche Schwarzbier und offenbar anregender Dostojewski-Lektüre („Aufzeichnungen

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Theo gegen den Rest der Welt

Kurz vor der Autobahnraststätte Stuckenbusch, 4 Uhr früh. Bedrohlich schlingert ein schwerer Sattelschlepper in der Morgendämmerung über die Autobahn. Theo Gromberg (Marius Müller-Westernhagen) aus Herne kämpft gegen die Straße. Noch dreißig Kilometer bis zuhause, da pennt er in seinen 38-Tonnen-Volvo bei hundert Sachen ein. Sein Kopf knallt auf die Hupe,

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Jede Menge Kohle

„Aus tausend Meter Tiefe taucht Katlewski auf, und keiner weiß, woher er kommt. Er hat kein Gepäck dabei, das kann er auch nicht brauchen. Katlewski kommt um abzurechnen. Erst hat er schlapp gemacht, jetzt will er pampig werden.“ Die „Abfahrer“ sind heimgekehrt. Für seine locker und zwanglos erzählte Geschichte über

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Funkstille bei „forum 7“: Götz Kratzenstein fand keinen Nachfolger

Funkstille herrschte beim heimischen Krankenhaussender „forum 7“ schon seit mehr als einem halben Jahr, doch nun ist es amtlich: Der älteste Privatrundfunk im Ruhrgebiet stellt am 20. Mai mit einer Party der „Ehemaligen“ seinen Betrieb ein, weil für Pfarrer i.R. Götz Kratzenstein kein Nachfolger gefunden werden konnte. Überraschung für Patientin

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Georg Heym: Faust. Fragment 1911

Heute, auf den Tag genau vor 100 Jahren, ertrank der 24-jährige Dichter Georg Heym beim Schlittschuhlaufen auf der Havel bei Schwanenwerder, als er seinen ertrinkenden Freund Ernst Balcke retten wollte. Der Lyriker und Novellist wäre vielleicht einer der großen deutschen Dichter geworden, jedenfalls des zwanzigsten Jahrhunderts. Heyms Sprachbilder entwerfen moderne

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Die Rassen

Das Stück behandelt die historischen Vorgänge der März- und Apriltage 1933 in Deutschland. Diese Vorgänge sind nicht nur durch Tatsachen belegt, die man immer noch abstreiten könnte, sondern durch amtliche deutsche Dokumente, die eigentlich unantastbar sein sollten. Im allgemeinen hat der Dramatiker das Recht, mehr auf die menschliche Entwicklung zu

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Der Menschenfeind – Matthias Hartmann

Molieres 1666 uraufgeführte Komödie spielt im vornehmen Pariser Adelsmilieu, im Salon der jungen, geistreichen und umschwärmten Witwe Celimene (Catrin Striebeck). Alceste (Michael Maertens), der Titelheld, hasst die Schmeichelei, die Lüge, die gesellschaftliche Heuchelei. Seine Devise lautet: Aufrichtigkeit um jeden Preis. Auch um den der Zuneigung Orontes (Fabian Krüger) oder gar

1979

1979

Road-Movie auf dem Theater: Christian Kracht ist nach seinem Erzähler-Debut „Faserland” (1995) mit seinen 36 Jahren bereits so etwas wie die Vaterfigur unserer „Pop-Literaten” von Florian Illies bis Benjamin von Stuckrad-Barre. In seinem 2001 erschienenen (Kult-) Roman „1979” schickt er seinen namenlosen Helden, einen deutschen Innenarchitekten, auf eine sehr merkwürdige

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Ist das normal? Ist das erlaubt?

Sie sind Lieder, die keine Lieder sind, sondern Chansons, die keine Chansons sind; sie sind sowohl lyrische Dichtungen mit Musikbegleitung als auch Musikstücke mit Textbegleitung, aber sie sind weder das eine noch das andere wirklich. Sie sind heiter, aber auch tiefgründig, ihr Pessimismus ist amüsant, ihre Spaßhaftigkeit beängstigend; und wenn